EU fordert neue Wege in der Drogenpolitik
Drogenpolitisch hat die Europäische Union zwar keine Kompetenz, da dies eine Angelegenheit der einzelnen Mitgliedsstaaten ist. Es gab jedoch wie erwähnt bereits im Dezember 2009 in einer Presseaussendung der EU die Aufforderung an sämtliche Mitgliedsstaaten sich in der Frage der Cannabis Entkriminalisierung weiter zu bewegen.
Millionen einsparen - Wirtschaft ankurbeln
Die EU verwies in dieser Presseaussendung auf eine Studie der OECD laut der der jährlich potenziell einzusparende Betrag einer Cannnabis Entkriminalisierung etwa 100€ - 120€ für jeden Einzelnen der 500 Millionen Bürger der Europäischen Union ausmache. Umgerechnet auf die 8.460.390 Einwohner in Österreich, wäre dies ein Betrag von 846.039.000 € sprich Achthundertsechsundvierzig Millionen € jährlich.
Anzumerken ist, dass in dieser Hochrechnung lediglich jene Kosten berechnet wurden, die durch den wegfallenden Repressionsapparat eingespart würden. Kein einziger Cent an Steuern, welche zweifelsfrei ebenfalls im Millionenbereich anfallen würden wurde hier mit eingerechnet. Ebenfalls würde die Wirtschaft einen ungeahnten Boom erleben. Die Kompetenz um diese Einsparungen durchzusetzen sieht die EU allerdings wie erwähnt bei den einzelnen Mitgliedsstaaten.
Links:
Die EU bereit für ein Ende der allgemeinen Drogen- Verbote - Encod.org